Was wurde aus...Poldi?

 

poldi wald


Wenn ein Schulpferd aus unserem Stall in "Pension" geht und verkauft wird, gibt es oft Tränen und Trauer bei den Reitschülern, die so an ihrem Lieblingspferd gehangen haben. Umso schöner ist es, wenn man von den neuen Besitzern Nachricht erhält, wie es dem "Rentner" in seinem neuen Domizil so geht. 

Wie in diesem Fall, in dem uns Johanna geschrieben hat, ihr gehört der noch allen gut bekannte "Poldi" seit drei Jahren. Was Johanna mit Poldi in dieser Zeit geschafft hat, ist so wunderschön und beeindruckend, dass wir sie gebeten haben, es hier veröffentlichen zu dürfen. Sicher freut sich jeder, der Poldi kannte, mit uns, wie toll es ihm geht und wie er sich entwickelt hat.

Hier Johannas Bericht:
IMG 20170806 122744 892"Poldi kam am 3.8.2014 zu uns. Ich konnte selbst noch nicht einmal reiten, demnach hat er mich im Gelände (wir sind nur ins Gelände gegangen da wir keinen Platz etc. hatten) komplett "verarscht". Ich bin mindestens 3 mal pro Ritt im Graben gelandet und das jedes mal, es wurde nicht besser und Ende des Jahres hatten wir bei euch angerufen und wollten ihn wieder zurück geben aber wir haben ihm dann doch noch eine zweite Chance gegeben.

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Eine private Reitlehrerin riet uns, jeden Tag nur kurz allein mit ihm spazieren zu gehen, das Problem war nämlich, dass er nichts ohne seinen Pferdekumpel machen wollte, man konnte ihn nicht mal allein putzen geschweige den reiten oder führen! Nach über einem Monat besserte sich alles, ich fing an, kleine Stücke zu reiten und irgendwann ritt ich komplett."

Wir fingen dann auch mit der Bodenarbeit an (ich hatte 0 Ahnung davon, was irgendwann gegen Herbst auch mal geklappt hat. Den ganzen restlichen Winter haben wir dann Boden bzw. auch Freiarbeit gemacht und ich fing an mit Halsring zu reiten. Am 16.1.16 bin ich dann auch schon zum allerersten mal ohne alles im Gelände galoppiert.

 

Ab da an war der Ehrgeiz gepackt und wir trainierten immer mehr mit der Freiheitsdressur, Halsring reiten und ohne alles. Das ganze Jahr 2016 verbrachten wir damit, komplett gebisslos und zufrieden. Er lernte 2016 auch das Steigen, seinen bisher anspruchvollsten Trick.

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In dem Jahr wechselte ich auch die Reitlehrerin, die mir so viel in kurzer Zeit beibrachte, was folglich den Druck auf Poldi in der Dressur, mit der fingen wir Ende 2016 wieder an, steigerte (hatte es nicht bemerkt). Ich vernachlässigte die Freiarbeit und das Halsring reiten komplett und bin nur noch Dressur geritten und gesprungen, nur noch sehr wenig ausgeritten. Im Juli hat er es dann nicht mehr ausgehalten und hatte schließlich eine Burn Out (mein Fehler), er war bei allem unmotiviert und komplett zickig. Naja, wir haben es dann wieder langsam angefangen und jetzt wieder sehr viel Freiarbeit gemacht, inzwischen ist er wieder mein "Dickerchen".

 

Momentan arbeiten wir am 1m springen mit Reiter, am Tritteverlängern und fliegenden Wechsel mit Halsring und fangen nun am langen Zügel mit der Piaffe an, mal schaun wie er sich macht. In der Freiarbeit versuchen wir uns momentan am Chi Horseing und in der Zirsensik am Liegen. Er ist viel ausgeglichener seit dem ich vom Boden aus arbeite und entspannter.

 

Liebe Johanna, wir wünschen Dir viel Erfolg bei Deiner weiteren Arbeit und noch viele wunderschöne Jahre zusammen mit Poldi!

 

Hier seht Ihr noch weitere tolle Bilder von Johanna und Poldi:

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